Hufschlagfiguren - Grundlage der Dressurarbeit
Erstellt von Alexandra am Sonntag 18. Januar 2009
Viele Reitschüler haben vor ihnen ein bisschen Angst. Vor den Hufschlagfiguren. So nett der Reitunterricht zuvor war, wenn es ans Erlernen der ersten Hufschlagfiguren geht, herrscht erst einmal Unsicherheit. Zu sehr klingt dieser Begriff dann doch nach Schule. Figuren auswendig wissen und fest nach ihnen reiten, das klingt nicht wie der Traum von Freiheit auf dem Pferderücken. Und doch sind Hufschlagfiguren einfach die Grundlage aller Dressurarbeit.
Wer sie nicht kennt, wird mit seinem Pferd keine anständige Dressurausbildung zustande bekommen. Und der wird natürlich auch kein Reitabzeichen etc. erreichen. Aber in Wahrheit sind Hufschlagfiguren auch gar nichts Schlimmes. Das geht schon damit los, dass man sich das Buchstabengewirr, dass zunächst zu herrschen scheint, eigentlich ganz einfach merken kann.
“Mein-bester-Freund-Anton-klaut-ein-Huhn” und “Mein-bester-Freund-Anton-kauft-eine-halbe-Citrone” sind zwei bekannte Merksätze für die Buchstabenvielfalt am Viereckrand.
Diese stammt übrigens aus der Militärschule. Irgendein Rittmeister erfand wohl einst diese Buchstaben am Rande.
An den langen Seiten des Dressurvierecks befinden sich die Buchstaben F, B und M sowie K, E und H.
An den kurzen Seiten findet man die Punkte A und C.
Die Punkte dienen noch heute zur Orientierung in der Bahn und sind die Grundlage aller Hufschlagfiguren.
Deshalb sollte man diese Bahnpunkte irgendwann auswendig wissen.
Denn der Reitlehrer wird natürlich nur die Punkte benennen und will nicht noch lange erklären, wo sie sich denn befinden. Das sorgt nämlich irgendwann für Chaos in der Reitergruppe, wenn sich niemand wirklich damit auskennt.
Also einfach einen Merkspruch benutzen, dann klappt es schon.
Natürlich kann man sich auch einen eigenen Merkspruch erfinden, wenn einem das dann mehr liegt.
Und dann gibt es noch einen guten Tipp, wie man sich als Reiter die Hufschlagfiguren sehr schön einprägen kann. Nämlich indem man sich die einzelnen Figuren aus einem Buch abzeichnet und immer wieder “auf dem Papier” übt. Denn das ist zunächst viel einfacher als auf dem Pferd. Und wenn man sie im Kopf hat, geht auch das Reiten leichter.
Volten und Zirkel, “durch die ganze” oder “durch die halbe Bahn wechseln”. “Durch die Länge der Bahn wechseln”, Schlangenlinien und gebogene Linien” - all das ist dann bald kein Problem mehr.
Wem diese Begriffe jetzt allerdings noch “spanisch” vorkommen, der findet im nächsten Blog mehr darüber.
Weitere Blogs zum Thema Hufschlagfguren gibt´s aber auch gleich hier:
http://www.faszination-pferdesport.de/?p=18
http://reitpferd.blog.de/2008/05/05/reiten-mit-spas-und-erfolg-4134442
(toller Buchtipp)
http://www.pferdethema.de/2007/05/23/1-reitstunde/
http://www.p-wie-pferd.de/2007/06/25/volte-mehr-als-ein-gewohnlicher-kreis/
http://www.p-wie-pferd.de/2007/07/12/%e2%80%9eviereck-verkleinern-und-vergrosern%e2%80%9c/
Samstag 9. Mai 2009 um 10:13
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