Dressur: Wie fange ich an?
Erstellt von Alexandra am Mittwoch 8. Oktober 2008
Immer wieder stolpert man beim Surfen im Internet über die großartigen Leistungen der deutschen Dressurreiter bei den Olympischen Spielen in Hongkong.
Wer mit dem Dressurreiten beginnt, ist natürlich noch weit - manchmal wirklich entmutigend weit - vom dem entfernt, was die Könner im Dressurviereck, wie Isabell Werth oder Heike Kemmer, zeigen. Aber stetiges Training und Durchhaltevermögen können schon einiges bewirken, um ein guter Dressurreiter zu werden. Vielleicht tröstet es auch, dass alle mal sehr klein angefangen haben, und dass auch jedes zukünftige Dressurpferd einen langen Weg gehen muss bis es erstmalig eine Grand Prix Lektion schaffen kann.
Jedem Reiter sollte jedoch bewusst sein, dass er zwar möglicherweise nie eine S-Dressur reiten wird, dass aber eine solide Dressurausbildung sowohl für den Reiter als auch das Pferd enorm wichtig ist.
Ohne Dressur geht im Reitsport nichts, ist sie doch der Schlüssel zu allen anderen Disziplinen, auch ein Springpferd kann ohne Dressurarbeit seinen Job nicht richtig machen. Mehr zu diesem Thema gibt es im Blog von Babette.
Im Grunde besteht das Dressurreiten auch nur aus den drei Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp, nur dass sie auf Grand Prix Niveau kunstvoll aneinander gereiht und in Übungen wie Piaffe, Passage, Traversalen und Pirouetten präsentiert werden. Hier findet ihr die Infos von Wikipedia zum Thema Dressurreiten: http://test.equide.at/?p=36
Wer mit dem Dressurreiten beginnt, sollte ganz langsam, und Schritt für Schritt vorgehen. Dafür braucht er noch keine Kandare wie die Profis - im Gegenteil, der Umgang mit diesem Zaum muss erst langsam und vorsichtig geübt werden. Da dieses Gebiss viel schärfer ist als eine normale Trense, gehört es nur in erfahrene Hände.
Auch einen Dressursattel braucht der Anfänger noch nicht, der normale Reitsattel reicht vollkommen. Ein Dressursattel hat ein längeres Sattelblatt als der normale Sattel und bietet dadurch die Möglichkeit zu einem besseren und aufrechteren Sitz bei schwierigen Lektionen. Beim Dressurreiten sind die Steigbügel generell recht lang, so dass die Kreuz- und Schenkelhilfen passend gegeben werden können. Eine Dressurgerte kann hilfreich sein, um zusätzliche Impulse und Aufmunterungen beim Pferd zu setzen, allerdings sollte jeder Dressurreiter seine Lektionen auch ohne Gerte zeigen können.
Dressur hat vor allem etwas mit exaktem Reiten zu tun. Wer seinem Pferd nicht genau sagt, was er von ihm möchte, wird keinen Erfolg haben. Am wichtigsten ist der gute, aufrechte Sitz und eine ruhige, behutsame Zügelführung.
Dann kann mit den ersten Lektionen in den Grundgangarten begonnen werden. Das Pferd sollte dabei den Befehl des Reiters verstehen und die Übergänge zwischen den Gangarten fließend und sicher ausführen. Mit einiger Übung klappt das! Natürlich braucht man für den Anfang aber einen erfahrenen Reitlehrer, der Fehler korrigiert.
Das Dressurviereck ist 20 x 40 Meter groß und mit den Buchstaben X, G, D, A, K, E, H, C, M, B und F bestückt. An diesen Markierungen müssen bestimmte Lektionen später im Wettkampf ausgeführt werden. Im Training ist es einfach nur wichtig, eine Übung so exakt wie möglich am richtigen Punkt auszuführen. Auch das braucht viel Übung - von Reiter und Pferd!
Aber keine Angst vor dem ersten Dressurturnier. In den Klassen E und A wird in der Abteilung geritten, es ist also keiner alleine auf sich gestellt und das hilft, die Nervosität zu vertreiben. Auch werden in diese Leistungsklassen nur die Grundgangarten abgefragt und wie Reiter und Pferd diese präsentieren können. Es wird auf den richtigen Sitz des Reiters geachtet, sowie auf die Schenkel- und Zügelhaltung. Wer ständig die Beine heftig bewegt oder an den Zügeln zieht, bekommt natürlich Abzüge. Auch das Pferd wird bewertet. Ein gutes Aussehen kann dabei auch positiven Einfluss haben, also sollte man vor dem ersten Turnier keine Scheu vor Putzen und Einflechten haben. Vor allem aber sollte das Pferd eine korrekte Kopfhaltung erlernt haben. Im Gegensatz zum Springen ist es hier besonders wichtig, dass es seinen Hals wölbt und die richtige Anlehnung an den Zügel hat. Ein bisschen was zur Bewertung findet ihr auch bei Valentina.
Das alles klingt schwierig, aber mit einiger Übung kommt jeder fleißige Reiter ans Ziel. Also einfach ausprobieren und üben, üben, üben. Und immer daran denken, dass ohne Dressur beim Reiten nichts geht.
Dressur in Perfektion: Nicole Uphoff mit
Freudentänzer 1995

Freitag 12. Dezember 2008 um 12:35
[...] das das Dressurreiten eindrucksvoll darstellt. Der Clip zeigt Hubertus Schmidt auf der Porsche Dressur Trophy 2008. Ein sehr schöner Clip den wir Ihnen nicht vorenthalten [...]
Donnerstag 30. April 2009 um 08:55
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